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Forschung und Evaluation

Ein wichtiges Anliegen des FGÖ ist die qualitative Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung und Primärprävention. Dabei geht es um die Weiterentwicklung und den Transfer von Wissen über die Wirksamkeit und Qualität von Maßnahmen sowie über Strategien, Methoden und Instrumente der Gesundheitsförderung.

Der FGÖ versucht einerseits über längerfristige Kooperationen mit dem Österreichi-chen Bundesinstitut für Gesundheit und dem Ludwig Boltzmann Institut für Gesund-heitsförderungsforschung, andererseits durch die Beauftragung ausgewählter For-schungsthemen, die wissenschaftlichen Grundlagen für zielgerichtetes Handeln weiterzutreiben. Es wird dabei auf die Ausgewogenheit von Forschungsthemen auf Metaebene einerseits und spezifische innovative settingbezogene Forschungsfragen andererseits geachtet.

Im Jahr 2012 werden folgende Forschungsprojekte weiterge-führt bzw. abgeschlossen:

  • Best Practice in der Gesundheitsförderung: Eine Methodik zur systematischen Aufbereitung der Evidenz zu Best Practice und Wirksamkeit von Maßnahmen in der Gesundheitsförderung wird in Form eines Handbuchs entwickelt. Das Handbuch wird anhand eines Beispiels zum Thema „Frühe Hilfen“ getestet und dient als Basiswissen für Antragstellerinnen und Antragsteller zu diesem Themenbereich.
  • Ein determinantenorientierter Bericht zur psychosozialen Gesundheit der österreichischen Bevölkerung wird fertiggestellt.
  • Lernen aus Projekten: Eine Metaevaluation von FGÖ-geförderten Projekten zu den Settings Betriebe, Schule und kommunales Setting wird fertiggestellt.
  • Analyse zur Nachhaltigkeit von FGÖ-Projekten zum Themenschwerpunkt soziale Chancengleichheit
  • Gesundheitsförderung in der Langzeitpflege: Ein Pilotprojekt in drei Wiener Altenbetreuungseinrichtungen wird wissenschaftlich begleitet.
  • Statuserhebung und –analyse der Zahngesundheit von Kindern

 

Folgende Forschungsthemen sollen 2012 bearbeitet werden:
  • Sozioökonomische Determinanten der Gesundheit. Sozioökonomische Faktoren sind eine zentrale Determinante der Gesundheit. Das Projekt soll den österreichischen Wissensstand unter interdisziplinären Gesichts-punkten (vor allem aus den Bereichen Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitsökonomie, Prävention und Gesundheitsförderung) zusammenführen sowie internationale Ansätze zum Thema integrieren. Grundlagenarbeit für weiterführende zielgruppenadäquate Interventionsplanung und Programmentwicklung soll geleistet sowie Handlungsoptionen zur Bearbeitung des Themas für die Praxis sollen formuliert werden.
  • Akkordiert zum Kampagnenthema 2012 ist ein Handbuch zur kommunalen Gesundheitsförderung geplant.


Formative Programmevaluation des FGÖ:

Begründet ist die Durchführung einer formativen Programmevaluation des FGÖ mit der Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Aktivitäten und Initiativen des FGÖ unter Beachtung internationaler Entwicklungen und in Abstimmung mit den Aktivitäten anderer nationaler Akteurinnen und Akteure. Die Evaluation soll zunächst der Konkretisierung von Zielen und der inhaltlichen Positionierung des FGÖ dienen und Entscheidungsgrundlage zukünftiger Prioritäten- und Schwerpunktsetzungen darstellen. Die Implementierung und Umsetzung dieser Prioritäten und Schwerpunkte sollen in einem weiteren Schritt durch die Evaluation laufend überprüft werden.


Die Förderschiene „Forschung-Praxis-Kooperationen“ wird auch 2012 weitergeführt.


Online-Journal für Gesundheitsförderung:

Im Jahr 2011 wurde an der Planung und Konzeption eines deutschsprachigen Online-Journals für Gesundheitsförderung gearbeitet. Das Journal soll Kommunikations- und Vernetzungsmedium zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie zwischen Praxis, Forschung und Politik sein. Geplant für das Jahr 2012 ist die Abstimmung mit Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern als Entscheidungsgrundlage für die Umsetzung des Journals.

 
 
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