9. Präventionstagung: die Präsentationen
Der Fonds Gesundes Österreich veranstaltete am 15. und 16. November 2007 ein Symposium zum Thema „Soziale Ungleichheit und Gesundheit“. Internationale Studien belegen, dass Personen mit einem niedrigeren sozioökonomischen Staus - niedrigem Bildungsniveau, niedriger beruflicher Stellung und geringerem Einkommen - einen ungesünderen Lebenswandel führen, häufiger erkranken und auch früher sterben. Aufgabe der Gesundheitspolitik muss es daher sein, die Kluft zwischen sozial schwachen und starken Bevölkerungsschichten im Hinblick auf Gesundheitschancen zu verringern. Gesundheitsförderung und Prävention spielen dabei eine Schlüsselrolle.
Im Mittelpunkt des ersten Veranstaltungstags standen Zusammenhänge, Ursachen und Möglichkeiten zur Reduzierung sozioökonomischer Ungleichheiten. Nach einem einleitenden Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Margaret Whitehead wurden Strategien verschiedener europäischer Länder präsentiert. Am zweiten Tag wurden psychosoziale Faktoren und Auswirkungen von Ungleichheit erörtert. Univ.-Prof. Dr. Richard Wilkinson gab in seinem Plenarreferat einen Einblick in die Frage, weshalb manche Gesellschaften soziale Gerechtigkeit und Gemeinwohl besser umsetzen als andere. Er kam zu dem überraschenden Ergebnis, daß ein Mehr an Gesundheit in den sogenannten „reichen“ Ländern gemessen am Bruttosozialprodukt nicht zu erzielen ist.
Zusätzlich befassten sich zahlreiche Workshops mit verschiedenen Aspekten der Ungleichheit sowie Methoden und unterschiedlichen Ansätzen in der praktischen Arbeit. Die Vorträge und Diskussionen werden in der nächsten Ausgabe von Gesundes Österreich zusammengefaßt.
Die Präsentationen der 9. Präventionstagung zum Thema "Soziale Ungleichheit und Gesundheit" stehen hier zum Download bereit.
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- 16.11.2007 | © FGÖ