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Fett ist nicht gleich Fett

Dass aus Gesundheitsgründen nicht zuviel Fett gegessen werden soll, zählt längst zum Allgemeinwissen. Konkret soll es nicht mehr als maximal 35 Prozent Anteil an der täglichen Energieaufnahme durch Nahrung haben. Schon weniger bekannt ist, dass die Art des Fetts ebenfalls von gesundheitlicher Bedeutung ist. Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) hat deshalb vor Kurzem ein nationales Expert/innentreffen initiiert, bei dem gemeinsame Empfehlungen dafür beschlossen wurden. Eines der wichtigsten Ergebnisse war, dass vor allem die so genannten „gesättigten Fettsäuren“ zu reduzieren sind. Diese sollten nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Energieaufnahme liefern und die „trans-Fettsäuren“ weniger als ein Prozent. Essenzielle mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega 6 und Omega 3) sollten hingegen etwa zu sieben bis zehn Prozent zur täglichen Energieaufnahme beitragen. Der Rest an Energie aus Fett kann durch einfach ungesättigte Fettsäuren gestellt werden.

Die Hauptquellen für gesättigte Fettsäuren (ohne Reihung - da persönliche Vorlieben unterschiedlich sind): fettes Fleisch und fettreiche Fleischprodukte (wie Wurst), fettreiche Molkereiprodukte (wie Schlagobers, Rahm, fetter Käse, Vollmilch, Butter und Butterschmalz), frittierte Produkte, fettreiche Feinbackwaren und Snackprodukte, tierische Fette (wie Schweineschmalz) und die Pflanzenfette Palmöl, Palmkernfett sowie Kokosfett. Die wichtigsten technologisch beeinflussbaren Quellen von trans-Fettsäuren sind teilweise gehärtete Öle. Rind-, und Lammfleisch, Butter, Milch und andere Molkereiprodukte enthalten natürlich vorkommende trans-Fettsäuren..

Ungesättigte Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenölen wie Raps(Canola)öl, Sonnenblumenöl, Sojabohnenöl, Olivenöl, fettreichem Fisch, Fischöl, Nüssen, Samen und aus diesen hergestellten Produkten enthalten. Verbraucher/innen können bereits durch einfache Umstellungen der Ernährung beträchtliche Erfolge erzielen. Etwa indem fettreduzierte Molkereiprodukte verwendet und statt fettem mageres Fleisch genossen wird. Höherer Fischkonsum und die Verwendung pflanzlichen statt gesättigten tierischen Fetts bei der Nahrungszubereitung sind weitere wichtige Schritte.

 
 
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