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Teenager für Gesundheit interessieren

„Gesundheitsförderung im Zielgruppensegment Jugend“ - Das war das Thema einer Grundlagenstudie des Instituts für Jugendkulturforschung, die vom Fonds Gesundes Österreich gefördert und vom Gesundheitsministerium co-finanziert wurde. Studienleiter Mag. Bernhard Heinzlmaier präsentierte zahlreichen interessierten Zuhörer/innen im Sommer im Rahmen eines „Impulsgespräches“ in den Räumen des Fonds Gesundes Österreich die wichtigsten Ergebnisse. 850 Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren waren befragt worden und zwar einerseits bei „traditionellen“ Events wie etwa einem Feuerwehrfest oder auch einer „Sautrogregatta“ am Lande, andererseits bei „posttraditionellen“ wie dem Musikfestival „Frequency“ des Radiosenders FM4 oder einem Club Event im Wiener „Flex“. Inhalte der Befragung waren zum Beispiel das Gesundheitsverhalten und die Einstellung zum Thema Gesundheit, aber auch die Erwartungen an Events, die Mediennutzung der Jugendlichen oder mögliche Kontakte mit Drogen.
Einige der Studienresultate zum Thema Gesundheit: Immerhin rund die Hälfte der Teenager und jungen Erwachsenen stimmt der Aussage: „Es wäre interessant, mehr Infos zu bekommen, was man tun kann, gesund zu
leben“ entweder „voll und ganz“ oder „eher“ zu. Andererseits waren mehr als vier Fünftel der Ansicht: „Solange es der Körper aushält, kann man ruhig richtig abfeiern.“ Immerhin gaben aber auch rund zwei Fünftel an: „Wenn ich auf einem Fest mal so richtig Gas gegeben habe, versuche ich in den darauffolgenden Tagen gesund zu leben“ und knapp ein Drittel sagte: „Ich würde gerne gesünder leben, schaffe es aber nicht.“
Doch wie können Jugendlichen gesundheitsförderliche Inhalte am besten vermittelt werden? Referent Heinzlmaier nannte dafür bei dem Impulsgespräch die wichtigsten „Gebote der Gesundheitskommunikation“. Dazu zählt beispielsweise, dass Jugendliche ein „lustbetontes Lebenskonzept“ hätten, weshalb der „Lustaspekt von gesundem Verhalten“ hervorgehoben und keine „große Verzichtsakrobatik“ gefordert werden dürfe. Einige weitere Aspekte: Die Gesundheitskommunikation für Jugendliche, speziell auch auf Events, muss innovativ, ästhetisch passend und aktivierend sein und sich einer starken Bild- und Symbolsprache bedienen. Der „erhobene Zeigefinger“ und „Missionierungsversuche“ sind tabu, viel versprechend ist hingegen, wenn gesundheitliche Inhalte von Jugendlichen zu Jugendlichen kommuniziert werden. Dazu Heinzelmaier: „Dafür kann vor allem auch die Kompetenz und die Engagementbereitschaft der jungen Frauen für Gesundheitsthemen genutzt werden.“ Gesundheitsbezogene Inhalte, mit denen auf hohe Resonanz bei Jugendlichen gehofft werden darf, sind Körperästhetik, Sport und Ernährung. Nicht zuletzt gilt auch, dass die Schule ein wichtiger Ort für Gesundheitskommunikation und –aktionen sein kann. Denn laut der Studie sind auch viele Jugendliche der Ansicht, dass diese dafür der beste Ort sei.

*Nach Möglichkeit Folie 35 des PDF Heinzlmaier abdrucken.

Titel: Die Top-5-Assoziationen zum Thema „gesundes Leben“

Text: Die Grafik zeigt nach Anzahl der Nennungen bei der Studie „Gesundheitsförderung im Zielgruppensegment Jugend“, was 14- bis 25-Jährigen zum Thema „gesundes Leben“ einfällt.

Quelle: Institut für Jugendkulturforschung

 

 
 
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