Um 100.000 Kilo leichter
Das Projekt „… trotz allem gesund“ wurde vom Fonds Gesundes Österreich zu zwei Drittel finanziert und von drei Vorarlberger Sozialeinrichtungen umgesetzt: dem Institut für Sozialdienste (IfS)-Familienarbeit, der IfS-Schuldenberatung sowie dem Vorarlberger Kinderdorf. Die Beschäftigten dieser Einrichtungen haben täglich Kontakt mit Menschen, die von sozialen Problemen betroffen sind. Bei Beratungen zu ihren Kernthemen, wie etwa dem Schuldenabbau, haben sie ihren Klientinnen und Klienten zusätzlich Information und Unterstützung in Gesundheitsfragen angeboten. Das hat sich gelohnt. In das Projekt konnten rund 1.000 sozial Benachteiligte miteinbezogen werden. Nach dessen Durchführung gaben wesentlich weniger Personen als zuvor an, bei der Erfüllung ihrer täglichen Aufgaben gesundheitlich eingeschränkt zu sein oder an depressiven Verstimmungen zu leiden. Rund die Hälfte nahm auch eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch. „Wer existenzielle Sorgen hat, dem fällt es schwerer auf seine Gesundheit achten“, betonte deshalb Mag. Christoph Hörhan, Leiter des Fonds Gesundes Österreich, bei einer Pressekonferenz Ende September in Wien zum Abschluss des Projektes. Peter Kopf, der Geschäftsführer der IfS-Schuldenberatung in Vorarlberg gab ein Beispiel, was eine Initiative wie diese für Betroffene bedeuten kann: „Für einen unserer Klienten konnten wir die finanzielle Situation durch einen Privatkonkurs regeln und die Gesundheitsberatung bei uns hat schließlich auch dazu geführt, dass er einen Facharzt besucht hat, der seine gesundheitlichen Probleme lindern konnte. Danach hat er zu uns gesagt: ,Jetzt fühle ich mich um 100.000 Kilo leichter.’“
- Artikelaktionen
- 22.09.2009 | © FGÖ