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Transferinitiative Health4You - Abschlussveranstaltung

Ein 35-jähriger Akademiker kann nach Berechnungen der Statistik Austria ein durchschnittliches Sterbealter von 83,9 Jahren erwarten, ein gleichaltriger Pflichtschulabsolvent dagegen eines von nur 76,9 Jahren. Die Differenz beträgt somit 7 Jahre, bei Frauen sind es 2,8 Jahre. Um den Unterschied in der Lebenserwartung zu verringern, ist es ein vorrangiges Ziel des Fonds Gesundes Österreich, sozioökonomisch benachteiligte Personengruppen mit Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu erreichen. Dazu zählen Jugendliche, die am herkömmlichen Arbeitsmarkt keine Lehrstelle finden. In Einrichtungen der überbetrieblichen Lehrausbildung haben diese die Chance, eine Lehre abzuschließen. 

Mit der Transferinitiative „Health4You - Gesundheitsförderung für Jugendliche in arbeitsmarktbezogenen Settings“ hat der FGÖ einen Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung von Lehrlingen gerichtet, die in arbeitsmarktbezogenen Jugendmaßnahmen ausgebildet werden. Grundlage dafür war ein erfolgreiches Pilotprojekt der Lehrlingsstiftung Eggenburg in Niederösterreich (Link zum Video anlässlich der Preisverleihung des Anton-Benya-Preises). Ziel der zweijährigen Transferinitiative war es, das erfolgreiche Konzept in vergleichbare Einrichtungen zu übertragen und Gesundheitsförderung in diesen Einrichtungen zu verankern. 

Insgesamt haben acht Trägereinrichtungen in drei Bundesländern teilgenommen und jeweils ein zweijähriges Gesundheitsförderungsprojekt durchgeführt. Insgesamt wurden acht Projekte in drei Bundesländern erfolgreich umgesetzt. Damit wird sowohl die Gesundheit der Jugendlichen, als auch die der Mitarbeiter/innen gefördert.

Zum Projektstart wurde eine Umfrage unter den Jugendlichen durchgeführt, die den Bedarf für gezielte gesundheitsfördernde Maßnahmen untermauerte: Die subjektive Einschätzung des Gesundheitszustandes war bei den Befragten in den acht teilnehmenden Einrichtungen deutlich schlechter als bei Gleichaltrigen. 17 % geben an, „sehr gesund“ zu sein, nur etwa halb so viele wie Altersgenossen. Gesundheitsschädliches Verhalten wie Rauchen oder Alkoholkonsum findet sich hingegen deutlich häufiger, besonders bei den befragten weiblichen Jugendlichen.

Bei der Umsetzung ging es um Themen, wie Bewegung, Ernährung, Mobbing, Sucht, Rauchen, Stressbewältigung und Selbstbewusstsein, Soziale Kompetenz. An diesen Schlüsselkompetenzen wurde gearbeitet durch Workshops, Sport- und Erlebnistage, Outdooraktivitäten, Sportveranstaltungen, Gruppencoachings. Es stellte sich auch heraus, dass die Maßnahmen in allen Einrichtungen aufgrund unterschiedlicher Strukturen angepasst werden mussten, da keine Einrichtung der anderen völlig gleicht.

Verbessert hat sich durch das Projekt aus Sicht der Jugendlichen:

  • Die räumliche Situation
  • Die Zusammenarbeit mit den anderen Jugendlichen
  • Das Persönliche Gesundheitsverhalten
  • Die Zusammenarbeit mit den Ausbildnerinnen und Ausbildnern
  • Die Mitsprachemöglichkeit

Zusammengefasst sind die Themen, Maßnahmen und Ergebnisse der zweijährigen Laufzeit im Handbuch „Gesundheitsförderung für Jugendliche in arbeitsmarktbezogenen Settings“.

Finanziert wurde die Initiative vom FGÖ, dem AMS, dem Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger, der SGKK, der StGKK und der WGKK, sowie dem Land Steiermark und der Wiener Gesundheitsförderung.

 
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