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Kinder und Jugendliche

Die Kindheit ist ein bewegter Lebensabschnitt: In relativ kurzer Zeit werden vielfältige Eindrücke gesammelt, Kinder lernen auf Schritt und Tritt.  Frühe Kindheitserfahrungen und -erlebnisse bestimmen unser Verhalten als Jugendliche und Erwachsene ganz wesentlich mit. Werden kindliche Grundbedürfnisse befriedigt, wie etwa das Bedürfnis nach Spiel, Anregung oder altersgerechter Leistung, dann ist ein wichtiger Schritt für die Bewältigung der späteren Entwicklung und die Lösung späterer Herausforderungen getan.

Das gilt auch für das Jugendalter. Die Pubertät ist ein Lebensabschnitt, der sowohl Jugendliche als auch ihre Eltern in ziemliche Krisen stürzen kann. Die Kinder lösen sich von den Eltern und demonstrieren, dass sie auf dem Weg sind, eine eigene Identität zu entwickeln. Jugendliche orientieren sich zunehmend an ihren FreundInnen und nicht mehr an der Familie. Es ist die Zeit der Auseinandersetzung mit den körperlichen Veränderungen, der Entdeckung der Sexualität und der Einordnung in die Gesellschaft der Erwachsenen.

Kinder und Jugendliche im außerschulischen Bereich gelten in der Gesundheitsförderung als schwer erreichbare Zielgruppen: Sie wissen wenig über Gesundheit und Risiko und sprechen auf viele Maßnahmen nicht an. Im Mittelpunkt der Arbeit mit Kindern und steht die Entwicklung von eigenverantwortlichen und sozial kompetenten Persönlichkeiten. Und dazu gehört auch eine wichtige Einsicht: Aktivitäten der Gesundheitsförderung und Prävention werden von Kindern und Jugendlichen umso mehr angenommen, je mehr solche Programme nicht für sie, sondern mit ihnen gemeinsam oder von ihnen entwickelt wurden.  Zudem ist der Setting-Ansatz ist in der gesundheitsfördernden Arbeit mit Jugendlichen wichtig, weil sich Jugendliche in Szenen aufhalten und somit ihrerseits Settings schaffen.

Darauf nehmen die vom Fonds Gesundes Österreich geförderten Projekte, Modellprojekte und Vernetzungsaktivitäten in diesem Bereich besonders Rücksicht.

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