Seelische Gesundheit
Ein Zustand des Wohlbefindens, in dem die und der Einzelne seine Fähigkeiten ausschöpfen und die normalen Lebensbelastungen bewältigen kann und der es ihr und ihm ermöglicht, produktiv zu arbeiten und zur Gemeinschaft beizutragen: So beschreibt die Weltgesundheitsorganisation WHO seelische Gesundheit.
Wie wichtig dieses Thema ist, zeigen unter anderem die Prognosen der WHO. Denn diesen zufolge werden im Jahr 2020 Depressionen unter allen Krankheiten am häufigsten für krankheitsbedingte Alltagsbehinderungen verantwortlich sein. Mehr als 25 Prozent der Menschen weltweit erkranken im Laufe ihres Lebens an mindestens einer klinisch bedeutsamen psychischen Störung, etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind zu einem bestimmten Zeitpunkt davon betroffen. All das verursacht nicht nur enormes Leid für Betroffene und ihre Angehörigen, sondern auch erhebliche Kosten für die Gemeinschaft.
Deshalb sind Gesundheitsförderung und Prävention im Bereich der seelischen Gesundheit so wichtig. Sie zielen auf zwei Aspekte ab: Einerseits sollen die Lebenswelten gesundheitsfördernd im Sinne des seelischen Wohlbefindens gestaltet werden. Andererseits geht es darum, jedem und jeder Einzelnen jene Ressourcen und persönlichen Kompetenzen zu vermitteln, die nötig sind, um Lebensaufgaben meistern und die Belastungen des Alltags besser bewältigen zu können. Denn seelische Gesundheit bedeutet viel mehr als die Abwesenheit von psychischen Erkrankungen: Sie ist die Voraussetzung für ein gesundes Leben und eine gute Lebensqualität.
Ebenso wie weltweit der seelischen Gesundheit in diesem umfassenden Sinn immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird - etwa im europäischen Aktionsplan und der europäischen Erklärung für psychische Gesundheit, ist auch der Fonds Gesundes Österreich hier sehr aktiv: Wir fördern einschlägige Praxis- und Forschungsprojekte und unterstützen Aktivitäten im Bereich Strukturaufbau, Fort- und Weiterbildung, Vernetzung , Information und Aufklärung.
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- 22.09.2005 | © FGÖ