Gesundheitsförderung
Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten massiv verändert – und ist auch weiterhin in dem Maß im Wandel begriffen, in dem sich gesellschaftliche Bedingungen verändern. Verstand man lange Zeit Gesundheit in erster Linie als die bloße Abwesenheit von Krankheit, so hat sich spätestens seit der Einigung auf die Ottawa Charta im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation WHO Mitte der 80er-Jahre ein neues Verständnis durchgesetzt: Gesundheit soll, so sehen es GesundheitspolitikerInnen und Gesundheitsförderungs-Fachleute, positiv definiert werden: Nämlich als ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden.
Genau dafür, dieses ganzheitliche Wohlbefinden für alle zu erreichen, sorgt die Gesundheitsförderung. Und das, indem sie einerseits Menschen motiviert, sich für eine gesunde Lebensführung zu entscheiden. Weil aber auch konsequentes individuelles Gesundheitsverhalten nur dann zum Ziel führt, wenn auch das Umfeld stimmt, ist neben dieser Verhaltensänderung auch die so genannte Verhältnisänderung ein wesentlicher Bestandteil von Gesundheitsförderung. Dahinter steht die Vorstellung, dass Menschen sich nur dann wirklich wohl fühlen können, wenn auch das Umfeld, in dem sie leben, arbeiten, lernen, wohnen und lieben gesundheitsförderlich und nicht krank machend ist. Nicht bloß um die individuelle Lebensführung geht es also in der Gesundheitsförderung, sondern auch darum, wie es ein anderes wichtiges WHO-Dokument – die Jakarta-Erklärung 1997 – zusammenfasst, die „Kontrolle über Gesundheit zu erlangen und sie zu verbessern.“
Weiterführende Informationen:
Informieren Sie sich über Begriffe und Theorien und den "Fachjargon" im Bereich der Gesundheitsförderung.
- Artikelaktionen
- 19.08.2005 | © FGÖ