Determinanten der Gesundheit
Vor allem die folgende Idee steht hinter dem Determinanten-Konzept: Sowohl die Verhältnisse, in denen wir leben, als auch unser Verhalten können uns gesund erhalten oder krank machen.
Die Determinanten der Gesundheit sind jene bestimmenden Faktoren, die unsere Gesundheit wesentlich beeinflussen. Zusammenfassen lassen sich diese Faktoren in drei große Bereiche:
- sozioökonomische Faktoren und umweltbedingte Verhältnisse
- Lebensweisen und Lebensstile
- Individuelle Faktoren – also Alter, Geschlecht und erbliche Faktoren
Die WHO definiert in ihrer Jakarta-Erklärung 1997 die Determinanten für Gesundheit im Detail: „Grundvoraussetzungen für Gesundheit sind Frieden, Unterkunft, Bildung, soziale Sicherheit, soziale Beziehungen, Nahrung, Einkommen, Handlungskompetenzen (Empowerment) von Frauen, ein stabiles Ökosystem, nachhaltige Nutzung von Ressourcen, soziale Gerechtigkeit, die Achtung der Menschenrechte und die Chancengleichheit.“
Die Gesundheitsförderung zielt auf jene Faktoren ab, die verändert und beeinflusst werden können. Nach dem Verständnis eines umfassenden Gesundheitsbegriffs lautet die zentrale Frage, über welche gesundheitsfördernden personalen und sozialen Ressourcen ein Individuum verfügen können soll oder muss, um sein bio-psycho-soziales Wohlbefinden zu optimieren und wie diese Ressourcen gefördert werden können.
Die Determinanten für Gesundheit und Krankheit und ihre Ursachen werden entscheidend in den physischen und sozialen Umwelten des Menschen geschaffen. Daher ist es die Kernaufgabe der Gesundheitsförderung, Einzelne und Gemeinschaften darin zu stärken, mehr Kontrolle über die bestimmenden Faktoren der Gesundheit zu gewinnen. Die Gesundheitschancen der gesundheitlich und sozial belasteten oder schwachen Bevölkerungsgruppen müssen dabei besonders verbessert werden. Denn Armut stellt immer noch die größte Bedrohung für Gesundheit dar.
Die - ursprünglich von Dahlgreen und Whitehead entwickelte - und vom FGÖ angepasste Grafik zeigt die wichtigsten Determinanten
der physischen und sozialen Umwelt, die verändert werden können – uns
somit Ansatzpunkte für die Gesundheitsförderung darstellen. Die Grafik können Sie in druckfähiger Auflösung hier herunter laden.
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- 19.08.2005 | © FGÖ