Ressourcenorientierung
Interventionsmaßnahmen der Gesundheitsförderung zielen auch auf die Ressourcensteigerung und Erhöhung der Gesundheitspotenziale von Bevölkerungsgruppen in bestimmten Settings ab und haben einen umfassenden Gesundheitsbegriff zur Grundlage.
Sie richten sich an die Lebensbedingungen der Menschen, die darin unterstützt werden sollen, ressourcenstärkende Persönlichkeitsanteile und gesundheitsfördernde Lebensstile zu entwickeln und auszubauen.
Die Gesundheitsförderung konzentriert sich auf die Kernfragen, über welche gesundheitsfördernde Ressourcen – in personaler und sozialer Hinsicht – ein Mensch verfügen können soll oder muss, um sein Wohlbefinden und seine Gesundheit zu optimieren, und wie diese Ressourcen gefördert werden können. Es sollen dabei alle Bereiche, in denen Menschen leben, lieben, lernen, arbeiten, wohnen und spielen, berücksichtigt werden. Die „gesunde Entscheidung“ soll für den Einzelnen die naheliegende Entscheidung sein, die er im Kontext mit seiner Lebensumgebung fällt.
Der Mensch verfügt über interne und externe Ressourcen, die ihn mehr oder weniger gesund erhalten. Zu den internen zählen etwa Selbstwertgefühl, Bewältigungsstrategien und Kompensationsmöglichkeiten. Die externen Ressourcen beziehen sich auf das soziale Umfeld des Menschen, die ökonomischen Bedingungen, das berufliche Umfeld und die sozialen Unterstützungen, auf die er bauen kann.
In engem Zusammenhang zu diesem Thema stehen auch das Kohärenzgefühl nach Antonovsky und die Determinanten der Gesundheit.
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- 19.08.2005 | © FGÖ