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Verhältnis- und Verhaltensprävention

Die Gesundheitsförderung betrachtet den Menschen und seine Gesundheit ganzheitlich. Das heißt, seine Umwelt – im sozialen und physischen Sinn – muss ebenso berücksichtigt werden wie persönliche Faktoren – also genetische Veranlagung, Kompetenzen, Motivation und Anpassung an die Umwelt. Diese Faktoren haben auf allen Ebenen Einfluss auf  die Gesundheit des Einzelnen.

Die Schaffung von Lebensbedingungen, die die Fähigkeiten Einzelner und von Gemeinschaften darin stärken, so zu leben, dass ihre Gesundheit optimiert und erhalten werden kann, ist das zentrale Prinzip der Gesundheitsförderung.

Soziokulturell beeinflusste Lebensweisen sind dabei genauso wichtig wie individuelle Verhaltensweisen. Es sind sowohl die Verhältnisse, in denen Menschen leben, als auch ihr Verhalten in Bezug auf ihre Lebensweise und ihren Lebensstil, die Gesundheitsförderungs-Fachleute berücksichtigen, wenn es darum geht, Individuen und Gemeinschaften darin zu stärken, mehr Kontrolle über die bestimmenden Faktoren ihrer Gesundheit zu gewinnen.

Bei einer verhaltens- und verhältnisorientierten Primärprävention mit umfassendem – bio-psycho-sozialem – Gesundheitsbegriff geht es in erster Linie darum, gesundheitsgefährdende Risiken zu erkennen und zu vermeiden. Durch die Beeinflussung bestimmter Risikofaktoren soll Krankheiten vorgebeugt werden.

 
 
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