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„Herzjobben“ in Wien

„Kleinbetriebe denken gesund“: Unter diesem Motto startete im Dezember 2007 ein Projekt zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) speziell für Klein- und Kleinstbetriebe mit weniger als 50 Mitarbeiter/innen. Die Auftaktveranstaltung fand im Rahmen des Herz-Kreislauf-Vorsorgeprogramms „Ein Herz für Wien“ der Stadt Wien und der Wiener Gebietskrankenkasse in den Räumlichkeiten des Fonds Soziales Wien statt. „Vor allem in Familienunternehmen fehlt scheinbar oft die Zeit, an die Gesundheit zu denken. Das ist aber notwendig, um langfristig die Arbeitsfähigkeit der Unternehmer/innen, aber auch der Mitarbeiter/innen zu erhalten“, erklärt Mag. Dr. Theresia Gabriel vom IBG – Institut für humanökologische Unternehmensführung die Motivation für das Projekt. Es wurde vom IBG mit 15 Wiener Betrieben der unterschiedlichsten Branchen in den Bezirken Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Brigittenau durchgeführt. Zu den Firmen zählten unter anderem das Traditionsunternehmen Staud’s, bekannt als Hersteller von Konfitüren, Kompotten und Gemüsekonserven, aber ebenso eine Apotheke, zwei McDonald’s-Filialen und das im 15. Wiener Gemeindebezirk schon alteingesessene türkische Kent Restaurant. Erklärtes Ziel: Die Mitarbeiter/innen und Unternehmer/innen für Gesundheitsquellen und Risikofaktoren zu sensibilisieren und innerbetriebliche Verhältnisse aufzubauen, welche die Gesundheit der Mitarbeiter/innen fördern und auch nach Ende des Projektes nachhaltig unterstützen.

Das ist auch gelungen, denn insgesamt über 170 Mitarbeiter/innen und Führungskräfte nutzten die Gelegenheit, im Rahmen des Projektes kostenlose Einzel- und Gruppenberatungen in Anspruch zu nehmen. Dabei wurden die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Betriebe analysiert und gemeinsam mit diesen darauf abgestimmte Gesundheitsmaßnahmen definiert. Das betraf Bereiche wie Bewegung, Ernährung und Rauchentwöhnung ebenso wie Entspannung, Ergonomie und Sicherheit sowie die Themen „Ärger und Stress“ – und was im oft besonders hektischen Arbeitsalltag von Kleinbetrieben getan werden kann, um beides zu vermeiden. „Alle teilnehmenden Pilotbetriebe konnten in diesem Frühjahr mit der Plakette ,Herzjobben – wir machen mit!’ ausgezeichnet werden“, freut sich Gabriel. „Das soll einerseits die teilnehmenden Firmen nach außen hin als ,gesunde Betriebe’ kennzeichnen. Andererseits soll es die Identifikation der Mitarbeiter/innen und Unternehmer/innen mit dem Projekt noch verstärken.“


*Bildtext: Mag. Dr. Theresia Gabriel: „In Familienunternehmen fehlt oft scheinbar die Zeit, an die Gesundheit zu denken.“

 
 
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