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Gesund in Haft

Sehr praxisorientiert setzten sich Teilnehmer/innen der „4. Europäischen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Haft“, die Ende April in Wien stattfand, mit dem Tagungsthema auseinander. Besuche in vier Justizanstalten waren zentraler Bestandteil des Vorprogramms. Insgesamt waren 150 Teilnehmer/innen aus vier Ländern zu der Tagung gekommen, bei der ein umfassender Know-how-Transfer erfolgte und zentrale, in allen Ländern anstehende Themen diskutiert wurden. Gemeinsam wurde die Charta „Gesundheitsfördernde Haftanstalten“ beschlossen. Diese geht vom umfassenden bio-psycho-sozialen Gesundheitsbegriff der Weltgesundheitsorganisation WHO aus und legt beispielsweise für den „Arbeitsplatz Gefängnis“ folgendes Ziel fest: „Die Haftanstalt wird sich dafür einsetzen, dass für die Bediensteten ein Arbeitsplatz bereitgestellt wird, der sie in ihrer Tätigkeit und in ihren Handlungskompetenzen unterstützt, wahrnimmt und der für ihre Gesundheit förderlich ist.“ Weiters wurde etwa als zentrales Anliegen für die „Lebenswelt Gefängnis“ festgeschrieben: „Die Haftanstalt wird sich dafür einsetzen, eine gesunde persönliche und soziale Entwicklung ihrer Gefangenen zu unterstützen.“ Die gesamte Charta steht unter www.gesundinhaft.eu zum Download zur Verfügung.

 

 
 
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