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Ein neues Rezept für das finnische Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem in Finnland gilt als eines der besten weltweit. Es zeichnet sich durch eine gute Balance zwischen hoch qualifizierten Versorgungsleistungen und effektiven Maßnahmen zur Kostenkontrolle aus. Der 1967 gegründete finnische nationale Innovationsfonds Sitra, der rund 100 Mitarbeiter/innen beschäftigt und für das Parlament tätig ist, hat nun einen Bericht in Auftrag gegeben, der Zukunftsstrategien für das Gesundheitswesen in Finnland aufzeigt. Sein Titel: „Das finnische Gesundheitssystem: wertorientierte Perspektiven“. Zu den Autor/innen zählt der angesehene Unternehmensstratege und Professor an der Harvard Business School Michael E. Porter. Dessen wertorientiertes Modell zur Analyse von Gesundheitssystemen geht davon aus, dass die Gesundheitssysteme derzeit so organisiert seien, als ob Therapien und nicht Gesundheit ihr Ziel wäre. Auf finanzieller Ebene ist der IST-Zustand dadurch gekennzeichnet, dass es in aller Regel nur mehr um die Umschichtung von Kosten geht. Die Absicherung der Position eines Gesundheitssektors geschieht dann meist zum Nachteil von anderen Sektoren. Eine der wichtigsten Empfehlungen des aktuellen, 117 Seiten starken Reports lautet deshalb: Die Gesundheitsförderung und die Primärprävention müssen künftig viel mehr gestärkt werden, gleichzeitig sollte aber auch mehr Gewicht auf möglichst frühzeitige Therapien gelegt werden. Das Dokument kann unter www.sitra.fi/en/publications kostenlos herunter geladen werden.

 

 
 
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