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Gesundheit in aller Munde?

Die Prävention von Zahnkaries ist eine Erfolgsgeschichte. So waren beispielsweise 2006 in der Steiermark 62 Prozent der Sechsjährigen kariesfrei. Unter den Kindern von Eltern mit Migrationshintergrund waren es allerdings nur 41 Prozent. Dafür gibt es verschiedenste mögliche Erklärungen. Faktoren wie die psychosozialen Effekte des Kulturschocks, kulturelle Einflüsse, ethnische Vorurteile oder die selektive Wirkung des Gesundheitssystems können eine Rolle spielen, und der Migrationsprozess erfordert insgesamt eine große individuelle Anpassungsleistung. Andererseits kann er aber auch bedeuten, schwierigen Lebensbedingungen und Gesundheitsbelastungen zu entkommen. Da sich Karies gut vermeiden lässt, sollte es jedenfalls zu den vordringlichen Aufgaben der Gesundheitsförderung und Primärprävention zählen, gerade auch jene zu erreichen, die ein höheres Erkrankungsrisiko tragen. Wie dieses Ziel nicht nur in Bezug auf die Zahngesundheit, sondern insgesamt für Migrant/inn/en erreicht werden kann, wird bei der 12. Wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Gesellschaft für Public Health am 24. und 25. September in Linz diskutiert werden. Unter dem Titel „Migration, Kultur & Gesundheit“ soll die Situation im österreichischen Gesundheitswesen analysiert und Möglichkeiten zu einem Miteinander von Menschen aus der österreichischen und anderen Gesundheitskulturen aufgezeigt werden. „Gesundes Österreich“ wird in den kommenden Ausgaben zu diesem Thema berichten. Weitere Infos finden Sie unter www.oeph.at.

 

 
 
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