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Gesundheit schon im Kindergarten fördern

„In Österreich leben 1,7 Millionen Menschen unter 19 Jahren. Diese Kinder und Jugendlichen haben keine Lobby, wir müssen Verantwortung für sie mit übernehmen. Es ist Aufgabe der Politik, die Versorgungsqualität für Kinder zu optimieren, Defizite in der Kindergesundheit aufzuzeigen und Lösungen dafür zu finden“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger, der Präsident des Fonds Gesundes Österreich Ende April im Festsaal des Bundesministeriums für Gesundheit in Wien beim Start des „Kindergesundheitsdialogs“. Dessen Ziel ist es, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik bis Sommer nächsten Jahres eine Strategie zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit aller Kinder in Österreich zu entwickeln.

Die größten Defizite bei der Kindergesundheit bestehen in der steigenden Anzahl übergewichtiger Kinder sowie im Zigaretten- und Alkoholkonsum. Risikofaktoren, die mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zu einem vergleichsweise schlechten Gesundheitszustand führen können, sind ein niedriger sozioökonomischer Status, ein Migrationshintergrund sowie schwierige Familienverhältnisse. Ein unterstützendes Umfeld, Zusammenhalt, Freund/innen sowie Lebensfreude sind hingegen gesundheitsfördernde Schutzfaktoren, und diese sollen von der Gesundheitspolitik gestärkt werden. Bundesminister Stöger: „Je früher man handelt, desto eher kann mit vergleichsweise geringen Investitionen Wirkung erzielt werden. Deshalb ist es besonders wichtig, bereits in Kindergärten und Schulen mit gesundheitsförderlichen Maßnahmen zu beginnen.“

Damit die Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche tatsächlich verbessert werden kann, ist es in einem ersten Schritt notwendig, den derzeitigen Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen exakt festzustellen. Dr. Arno Melitopulos, der Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) beim Kindergesundheitsdialog: „Wir brauchen mehr und aussagekräftigere Daten als sie derzeit vorliegen. Nur so ist eine gezielte Planung entsprechender Maßnahmen möglich.“

Neben der Intensivierung und Fokussierung von Gesundheitsförderung und Prävention für Kinder und Jugendliche sei letztlich auch eine sektorenübergreifende Kooperation im Sinne von „Health in all Policies“ notwendig, so der GÖG-Geschäftsführer: „Die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen wird von deren Lebenswelten entscheidend mit bestimmt. Um diese Lebenswelten nachhaltig zu beeinflussen, müssen alle gesellschaftlichen Bereiche zusammenarbeiten.“


 
 
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