Jugend, Risiko und Prävention
Ablösung vom Elternhaus, Aufbau eigener Kompetenzen, erste große Liebe und Erfahrungen mit Sexualität – die Entwicklung im Teenageralter ist von wesentlichen Veränderungen geprägt. Neue Erfahrungen zu machen, Grenzen zu überschreiten, Risiken einzugehen gehört dazu. Doch wie viel Risiko braucht die Entwicklung, ab wann müssen Erwachsene eingreifen und welches Vorbild sind Erwachsene in punkto Risiko eigentlich selbst? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Symposium „Jugend:Risiko?“ des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) im Herbst dieses Jahres. Bei der zweitägigen Fachveranstaltung in Wien wurden unter anderem Projekte des KfV vorgestellt, welche die gegensätzlichen Bedürfnisse der Jugendlichen nach Wagnis und Sicherheit verbinden sollen, indem sie deren Risikowahrnehmung schärfen. Eines davon heißt „Sicher auf 2 Rädern“ und wurde in der Steiermark umgesetzt. Es umfasste Fahrtechniktrainings, Erste Hilfe-Kurse und Risiko-Workshops. In Letzteren konnten die teilnehmenden Jugendlichen über ihre bisherigen Erfahrungen mit Risiko erzählen. Gezielte Fragen von Psycholog/innen machten das Risikoverhalten und die dahinter liegenden Motive transparent. Gleichzeitig konnten die Expert/innen jugendliche Gruppenphänomene wie das Banalisieren oder Verherrlichen gefährlicher Aktionen durch Fakten entkräften. Bei der Evaluation der Workshops gab rund die Hälfte der Jugendlichen an, dass sich ihre Einstellung geändert habe.
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- 22.12.2009 | © FGÖ