Jüngere und Ältere lernen voneinander
„Lebensphasenorientierung in der BGF“, war das Thema des 14. BGF-Informationstages, den das Netzwerk Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) im Oktober in St. Pölten veranstaltet hat. In einer im Durchschnitt immer älter werdenden Gesellschaft verschieben sich auch die Altersstrukturen in den Unternehmen und der Zusammenarbeit zwischen den Generationen kommt immer größere Bedeutung zu. Es wird zunehmend wichtiger, dass nicht nur jüngere von älteren Beschäftigten lernen, sondern auch ältere von jüngeren. So können Innovation und Erfahrung kombiniert und die Stärken der verschiedenen Altersgruppen in den Betrieb integriert werden. Schließlich sollen die Zufriedenheit der Mitarbeiter/innen und die Gesundheit in allen Lebensphasen erhalten bleiben. Zu den Vortragsinhalten zählte deshalb auch, welche Motivationen und Interessen für junge Menschen aktuell im Vordergrund stehen. „Wie die Jugend tickt“ erläuterte Mag. Bernhard Heinzelmaier vom Institut für Jugendkulturforschung. Ein weiteres Referat beschäftigte sich mit „Produktivem Älterwerden im Arbeitsprozess – wie es gelingen kann“. Dazu die Referentin, Unternehmensberaterin Dr. Irene Kloimüller: „Produktivität ist nicht vom Alter abhängig, sondern von der Organisation der Tätigkeit“. Denn die physischen Kapazitäten und die Lerngeschwindigkeit nehmen zwar mit dem Älter Werden ab. Begabung und Intelligenz bleiben hingegen unverändert und einige weitere Potenziale werden mit einer zunehmenden Zahl an Jahren in aller Regel sogar größer: zum Beispiel Qualitäts- und Verantwortungsbewusstsein, Urteilsfähigkeit, soziale Kompetenz, selbständiges Handeln sowie die „Job Performance“, also die Art, in der Aufgaben erfüllt werden. Nach einem Input von Mag. Stefan Geyrhofer (Institut für Systemische Therapie) zum Thema „Burnout kennt kein Alter“ wurden weitere BGF-Projekte mit dem Schwerpunkt auf das Thema Lebensphasenorientierung im Rahmen eines Marktplatzes vorgestellt. Alle Präsentationen zur Tagung stehen unter www.netzwerk-bgf.at zum Download zur Verfügung.
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- 22.12.2009 | © FGÖ