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Männersüchte, Frauensüchte

Internationale Fachleute, Prominenz aus Politik und Gesellschaft, interessante Vorträge und Workshops – das ist die Bilanz der diesjährigen Tagung des „Instituts Suchtprävention“ im Frühsommer in den Redoutensälen in Linz. Die Fachveranstaltung stand im Zeichen von „Männersüchte – Frauensüchte. Geschlechtsspezifische Aspekte von Drogenkonsum, Sucht und Prävention“. Die oberösterreichische Gesundheitslandesrätin Dr. Silvia Stöger, Dozent Dr. Werner Schöny, der Obmann von pro mente und Christoph Lagemann, der Leiter des Instituts Suchtprävention wandten sich mit einleitenden Worten an die über 300 Besucher/innen der Tagung. In den insgesamt drei Referaten und fünf Arbeitskreisen der eintägigen Fachveranstaltung wurde deren komplexe Thematik von mehreren Seiten beleuchtet. So stellte etwa Primar Dr. Wolfgang Preinsperger vom Anton-Proksch-Institut Wien einige geschlechtsspezifische Unterschiede in prägnanter Form dar. „Männliche Jugendliche konsumieren legale wie illegale Drogen nach wie vor auffällig früher, häufiger, öffentlicher und riskanter als weibliche Jugendliche“, so der Experte. Weiters seien von den Alkohol- und Drogenabhängigen jeweils zwei Drittel Männer und ein Drittel Frauen. Von pathologischer Spielsucht seien sogar zu 90 Prozent Männer betroffen. Bei anderen Formen von Abhängigkeitserkrankungen kehrten sich diese Verhältnisse hingegen um: Von Medikamentenabhängigkeit sind zu zwei Dritteln Frauen betroffen und an Essstörungen leiden zu 90 Prozent Frauen.

*Foto 1, Bildtext: Von Medikamentenabhängigkeit sind zu zwei Dritteln Frauen betroffen.

 

 
 
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