Mit Füßen und Gabel gegen Krankheiten
Das 1945 unter der Bezeichnung „Internationale Hochschulwochen“ entstandene Europäische Forum Alpbach zählt heute zu den weltweit bekanntesten Schauplätzen für wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Diskussionen auf höchstem Niveau. Die Liste prominenter Teilnehmer/innen der Vergangenheit reicht von Theodor W. Adorno über Indira Gandhi bis zu Sir Karl Popper. Prominent besetzt waren auch heuer wieder die „Gesundheitsgespräche“ im Rahmen des Forums Alpbach, die Anfang September stattfanden. Zu den Themen, die Wissenschafter/innen aus dem In- und Ausland dabei beleuchteten, zählte etwa, was die Krise der Ökonomie für unsere Gesundheitssysteme bedeutet. Rechnungshof-Präsident Dr. Josef Moser wies bei der Veranstaltung darauf hin, dass sich die Gesundheitsausgaben zwischen 1997 und 2007 in Österreich um 52,4 Prozent erhöht hätten. Dr. Maria Hofmarcher, Gesundheitsexpertin beim Institut für Höhere Studien erklärte allerdings, dass sich das österreichische Gesundheitssystem insofern „in guter Gesellschaft“ befinde, als die Gesundheitsausgaben derzeit in vielen Ländern stärker anwüchsen als das Bruttoinlandsprodukt. Die IHS-Forscherin stellte jedoch auch fest, dass in Österreich mehr in die medizinische Infrastruktur als in das Personal investiert werde, während dies etwa in der Schweiz genau umgekehrt passiere. Der US-Sozialmediziner Dr. David Katz betonte in Alpbach, dass allein schon durch ausreichende körperliche Aktivität, die richtige Ernährung und den Verzicht auf Tabak 80 Prozent der chronischen Erkrankungen zu verhindern seien. „Dadurch, dass wir unsere Füße, die Gabel und unsere Finger gut gebrauchen, können wir also einen verfrühten Tod und vier Fünftel aller wichtigen chronischen Erkrankungen vermeiden“, so Katz: „Deshalb wären Programme wichtig, die dazu beitragen, ein gesundheitsbewusstes Verhalten als Norm in jeder Lebenslage zu etablieren.“ – Der Fonds Gesundes Österreich hat übrigens auch in Alpbach einen Beitrag zur Gesundheit der Teilnehmer/innen geleistet: Bei dem täglichen 20-Minuten-Programm „Aktives Erwachen“ konnten die Veranstaltungstage mit sanften und gesunden Bewegungsübungen begonnen werden.
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- 03.10.2009 | © FGÖ