Ökonomische Ungleichheit und Gesundheit
Je größer die ökonomische Ungleichheit in einem Land, desto schlechter ist es um die Gesundheit der Bevölkerung bestellt. Das zeigt eine Studie des Gesundheitsökonomen Jun.-Prof. Martin Karlsson Ph.D. von der Technischen Universität Darmstadt in Kooperation mit der Universität Lund (Schweden). Die Arbeit unterscheidet sich von ähnlichen Studien durch ihre weltweite Datenbasis. In 21 Ländern, darunter die bevölkerungsreichsten wie China und Indien, aber auch Deutschland oder Dänemark, wurden jeweils rund 1.000 Menschen befragt. Alle befragten Personen zusammen repräsentieren die Hälfte der Weltbevölkerung. Staaten mit relativ geringer ökonomischer Ungleichheit wie Deutschland wurden ebenso erfasst wie solche mit extrem ungleicher Vermögensverteilung wie Russland oder Südafrika. In Deutschland beurteilten beispielsweise knapp 70 Prozent ihren Gesundheitszustand als „gut“ oder „sehr gut“. Schlusslicht war Russland. Dort sagen das nur rund 17 Prozent.
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- 01.08.2010 | © FGÖ