Qualitätsmanagement in der Gesundheitsförderung
Inwieweit werden die theoretisch vorhandenen Qualitätskriterien für Gesundheitsförderung in Projekten in der Steiermark und Vorarlberg in der Praxis umgesetzt? – Diese Frage haben Mag. Irene Hölblinger und Mag. Tamara Pichler in ihrer Masterarbeit an der Medizinischen Universität Graz beantwortet, deren Erstellung vom Fonds Gesundes Österreich unterstützt wurde. Für die Studie „Qualitätsmanagement in der Gesundheitsförderung“ konnten die Angaben von 52 Projektverantwortlichen ausgewertet werden, deren Initiativen vom Fonds Gesundes Österreich unterstützt wurden oder werden. Die Studienautor/innen zusammenfassend: „Bis auf einige Ausnahmen wurden die theoretisch vorherrschenden Qualitätskriterien für die Gesundheitsförderung in Projekten in der Steiermark und Vorarlberg praktisch umgesetzt.“ Die Arbeit enthält unter anderem eine interessante „Zusammenschau“ der Kriterien aus sechs gängigen Qualitätsmanagementsystemen für Gesundheitsförderung. Acht solche Qualitätsmerkmale werden beschrieben.
Auf der Strukturebene sollen
- das Konzept der Gesundheitsförderung berücksichtigt,
- das zugrunde liegende Gesundheitsproblem und dessen kontextueller Rahmen analysiert,
- die Gesundheitsintervention geplant und entwickelt,
- sowie die personellen, finanziellen und organisatorischen Ressourcen festgelegt werden.
Auf der Prozessebene
- soll auch die Umsetzung des Projektes nach einer Strategie erfolgen
- und dafür bestimmte Methoden für das Projektmanagement benutzt werden.
Auf der Ergebnisebene soll schließlich der Erfolg der Intervention überprüft werden und diese soll auch nachhaltig wirksam sein.
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- 22.12.2009 | © FGÖ