Soziale Teilhabe von Kindern stärken
Gesundheit ist etwas sehr individuelles und kann von Geburt an durch eine Vielzahl von persönlichen, aber auch sozialen, materiellen und gesellschaftlichen Faktoren positiv oder negativ beeinflusst werden. Heute wird davon ausgegangen, dass vor allem eine gute soziale Integration und ein starkes Selbstbewusstsein wesentlich zu einem positiven individuellen Gesundheitsempfinden von Kindern und Jugendlichen beitragen können. Durch Partizipation, also die Möglichkeit, sich an der Gestaltung speziell auch von gesundheitsförderlichen Maßnahmen zu beteiligen, können diese Faktoren gestärkt werden. Vor Kurzem widmete sich deshalb in Potsdam in Deutschland eine Fachtagung dem Thema: „Soziale Teilhabe von Kindern stärken… oder: Was hat Partizipation mit Gesundheitsförderung zu tun?“. Bei der Veranstaltung berichtete etwa Dr. Michael Wright vom Wissenschaftszentrum Berlin
für Sozialforschung über die „Stufen der Partizipation“, die von Information bis zur Gestaltung und Weiterführung von Projekten durch die Betroffenen selbst reichen. Ein Praxisbeispiel aus der offenen Arbeit mit Kindern präsentierte Barbara Rehbehn, die Geschäftsführerin des Bürgerhauses am Schlaatz in Potsdam: Das Projekt „Wir bauen unsere Stadt der Kinder“ wird in dieser Gemeinde schon seit mehreren Jahren erfolgreich durchgeführt. Während der Sommerferien können Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zwei Wochen lang ihre eigene kleine Stadt aus Holz aufbauen, darin leben und regieren. „Die Kinder werden von Erwachsenen beaufsichtigt, können aber selbst entscheiden, was und wie sie bauen“, erklärte die Referentin.
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- 03.10.2009 | © FGÖ