"VOM SCHÖNEN SCHEIN DER INTEGRATION - Menschen mit Behinderung am Rande der Leistungsgesellschaft"
Im März 2007 war das Austria Center Vienna Schauplatz des vom Fonds Gesundes Österreich geförderten Kongresses „Vom schönen Schein der Integration. Menschen mit Behinderung am Rande der Leistungsgesellschaft“. Dem Veranstalter, Verein LOK – Leben ohne Krankenhaus, ist es gelungen, eine ganze Reihe von erstklassigen und inhaltlich anspruchsvollen Vorträgen für dieses in Wien einmalige Symposium zu gewinnen. 40 Referent/innen aus dem In- und Ausland haben während der beiden Tage die gesellschaftliche Situation von Menschen mit Behinderung aus unterschiedlichsten Perspektiven diskutiert. Im Vordergrund standen dabei die Folgen veränderter gesellschafts- und sozialpolitischer Rahmenbedingungen, zum Beispiel, wie sich die prekäre Situation auf dem Arbeitsmarkt oder die Armutsgefährdung angesichts der Sparmaßnahmen bei sozialen Sicherungssystemen auf die Lebenswelt körperlich und geistig benachteiligter Menschen auswirken. In diesem Zusammenhang wurden Projekte und Initiativen für alternative Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten präsentiert. Peter Wehrli vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben sprach über die Vorteile von finanziellen Direktleistungen für behinderte Menschen und zog hierfür internationale Finanzierungsmodelle heran. Die Erfolge von Psychiatriereform und Gemeinwesenintegration wurden analysiert und neue, innovative Integrationskonzepte wurden vorgestellt. Schlusspunkt des Programms bildeten Vorträge zu Euthanasie und pränataler Diagnostik von Dr. Oliver Tolmein von der Kanzlei Menschen und Rechte in Hamburg sowie eine Diskussionsrunde mit Behindertensprecher/innen aus dem Parlament.
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- 13.01.2006 | © FGÖ