Weltkonferenz zur Gesundheitsförderung in Kanada
Vom 11.- 15. Juni 2007 fand die 19. IUHPE Weltkonferenz zur Gesundheitsförderung in Vancouver statt. Die Weltkonferenz, die nur alle drei Jahre abgehalten wird, bildete eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich über globale Entwicklungsperspektiven der Gesundheitsförderung zu informieren und vor allem die vorbildliche Praxis in dem Gastgeberland Kanada kennenzulernen. Den allgemeinen Bezugsrahmen zur Konferenz bildete die Ottawa Charta, die bereits 1986 verabschiedet wurde. Vor dem Hintergrund des 21. Jahrhunderts sollte deren Relevanz für die Gesundheitsförderung neu überarbeitet überprüft werden. Dazu diskutierten Experten aus aller Welt, wie beispielsweise Ilona Kickbusch, die während ihrer langjährigen Tätigkeit bei der WHO die internationale Gesundheitspolitik mitprägte, oder David Butler-Jones, Leiter der neu gegründeten Public Health Agency of Canada.
Vorrangiges Ziel der Konferenz war, Strategien der Gesundheitsförderung zu entwickeln, die auf soziale Determinanten in der Bevölkerung abzielen um damit eine Reduzierung von sozialer Benachteiligung im Gesundheitsbereich zu bewirken. Zudem soll ein generelles Umdenken in der Bevölkerung erreicht werden. Es sollte nicht weiter auf Krankheiten und etwaige Defizite hingewiesen werden, sondern auf die Vorteile und Stärken im Bezug auf Gesundheitsförderung.
Die Konferenz fungierte zudem als Plattform, um Initiativen der Gesundheitsförderung innerhalb bestehender Gesundheitssysteme zu koordinieren, implementieren und diese gegebenenfalls dadurch auch zu verändern. Außerdem bot das Zusammentreffen die Gelegenheit, die Vernetzung zu einem globalen Programm der WHO zu fördern, das sich mit der Effektivität von Gesundheitsförderung beschäftigt und dessen Ziel es ist, die Ergebnisse der Konferenz zu bestärken und weiterzuführen.
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- 10.10.2007 | © FGÖ