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Wertschätzung motiviert Mitarbeiter/innen

Dass die Mitarbeiter/innen das „wichtigste Kapital“ der Unternehmen sind, ist ein Mantra, das sich in den Darstellungen von Unternehmen und in den Äußerungen von Manager/inne/n regelmäßig wieder findet. Doch wie wird in unsicheren Zeiten mit den Beschäftigten tatsächlich umgegangen? Dieser Frage widmeten sich vor Kurzem rund 70 Teilnehmer/innen auf einer zweitägigen Fachkonferenz des Projekts „Agenda Moderne Personalpolitik“ der Bertelsmann Stiftung in Frankfurt am Main.

Prof. Dr. Johannes Siegrist, Medizinsoziologe an der Universität Düsseldorf, stellte bei der Tagung fest, dass mangelnde Wertschätzung nicht nur zu ernsthaften Erkrankungen der Psyche, sondern auch des Herz-Kreislauf-Systems führen könne. Der deutsche Experte: „Mittlerweile ist empirisch nachgewiesen, dass fehlende oder mangelnde Anerkennung im Leistungszusammenhang moderner Erwerbsarbeit das Risiko stressassoziierter Erkrankungen verdoppeln kann.“

PD Dr. Stephan Voswinkel, Arbeits- und Organisationssoziologe am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main, erläuterte den Tagungsteilnehmer/innen jedoch, weshalb es gar nicht so einfach sei, Wertschätzung und Lob als Führungsinstrument adäquat einzusetzen,: „Werden etwa nur Spitzenleistungen entsprechend herausgestellt und gewürdigt, so darf der möglicherweise demotivierende Effekt auf die Normalleister/innen nicht unterschätzt werden. Eine positive Anerkennungskultur im Unternehmen erfordert eine Balance von Wertschätzung herausragender und Anerkennung normaler Leistungen. Sonst wird das Ganze leicht zum Nullsummen-Spiel.“

 

 
 
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