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Wie gesund ist Europa?

Ende September fand bereits zum zwölften Mal das European Health Forum statt, das als Europas wichtigste gesundheitspolitische Plattform gilt. Die rund 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten bei mehr als 20 Fachveranstaltungen aktuelle Themen, die direkt oder indirekt in einem Zusammenhang zur Gesundheitsförderung stehen. So wurde etwa im Rahmen eines Workshops das „European Statistical System Network“ für den Gesundheitsbereich präsentiert, an dem alle EU-Mitgliedsstaaten sowie Island, Norwegen und die Schweiz teilnehmen. Ziel ist, Gesundheitsstatistiken auf Basis einheitlicher Erhebungen zu erstellen, sodass die Werte verschiedener europäischer Länder exakt miteinander verglichen werden können. Dafür sollen methodische Richtlinien sowie Vorgaben für die Datenqualität sorgen. Neben Statistiken zum Gesundheitsstatus sollen mit dem neuen System künftig auch solche zur Beurteilung von Präventionsmaßnahmen nach allgemein gültigen Standards erarbeitet und ihre Analyse erleichtert werden. Dr. Hartmut Buchow von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union mit Sitz in Luxemburg: „Dadurch soll auch eine Basis dafür geschaffen werden, dass erfolgreiche gesundheitspolitische Maßnahmen anderer Staaten im eigenen Land rasch übernommen werden können.“ Dr. Paul H. Smit, Vorsitzender des Sustainable Healthcare Teams bei COCIR, dem Europäischen Koordinierungsausschuss der Röntgen- und Elektromedizinischen Industrie, nannte bei der Tagung Prävention als ersten von fünf Schlüsselfaktoren, die künftig die europäischen Gesundheitssysteme verbessern sollen. Smit: „Die Priorität eines effizienten Gesundheitssystems sollte bei Krankheitsprävention und Früherkennung liegen. Dies fördert die Verantwortung für die eigene Gesundheit, bewahrt Patient/innen vor Leid und bringt zugleich volkswirtschaftliche Vorteile.“ Auch Gesundheitsminister Dr. Alois Stöger, diplômé, betonte beim EHFG: „In der Prävention müssen wir uns verbessern, sowohl im Bereich des persönlichen Verhaltens als auch in den gesellschaftlichen Verhältnissen. Wir müssen den Menschen vermitteln, dass gesund leben die Perspektive auf ein langes und erfülltes Leben in hoher Qualität eröffnet.“

 

 
 
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