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Wie kann mentale Gesundheit verbessert werden?

Psychische Erkrankungen verursachen derzeit in Österreich pro Jahr 7,6 Milliarden Euro Kosten. Im Einzelnen sind das Abhängigkeitserkrankungen, affektive Störungen, Angsterkrankungen, Demenz und Psychosen. Bei österreichischen Arbeiter/innen und Angestellten sind Beeinträchtigungen der mentalen Gesundheit aktuell der häufigste Grund für Frühpensionierungen. Das „Europäische Forum für Evidenzbasierte Prävention“ (EUFEP) Mitte Juni in Baden beschäftigte sich deshalb damit, wie seelische Gesundheit erhalten und verbessert werden kann. Rund 450 Besucher/innen aus Europa, den USA und Australien kamen zu der Veranstaltung.

Zu den renommierten Vortragenden zählte unter anderem Prof. Dr. Thomas Elkeles von der Hochschule Neubrandenburg, dessen Vortrag sich mit der zentralen Frage der Evidenz im Bereich der mentalen Gesundheitsförderung auseinandersetzte. Der Referent rechnete zunächst vor, dass psychische Erkrankungen wie Angstzustände, Depressionen oder Psychosen in hohem Maße vom Sozialstatus abhängen. In Deutschland waren 12,1 Prozent Menschen aus der unteren Schicht, 10,5 Prozent aus der mittleren Schicht und nur 8,9 Prozent aus der Oberschicht im Laufe ihres Lebens schon einmal davon betroffen.

Was die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Förderung der seelischen Gesundheit betrifft, verwies der Referent unter anderem auf eine Überblicksarbeit von Dr. Eva Jané-Llopis. Diese listet wissenschaftliche Nachweise dafür auf, dass durch eine gesundheitsfördernde Gesamtpolitik sowie durch das Schaffen gesundheitsfördernder Lebenswelten speziell auch die psychische Gesundheit verbessert wird. So ist etwa belegt, dass die „Verbesserung von Wohnbedingungen zu positiven Wirkungen auf individuelle Gesundheits- und Mental Health-Outcomes“ führt. Und bei einem Projekt, bei dem „soziale Betreuung von Risikofamilien durch Hausbesuche“ angeboten wurde, wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass bis zu 15 Jahre alte Kinder aus solchen Familien „um 56 Prozent weniger Probleme mit Alkohol oder Drogen hatten“.


 
 
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