Wie Schweizer Expert/innen Kosten reduzieren wollen
Gesundheitskompetenz ist „die Fähigkeit des Einzelnen, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken“. Sie wird als Konzept verstanden, „das es dem Individuum erlaubt, sich mithilfe seines sozialen Umfeldes im und außerhalb des Gesundheitssystems gesundheitsbewusst zu verhalten bzw. die gesellschaftliche und politische Umwelt so zu beeinflussen, dass gesundheitsbewusstes Verhalten möglich ist.“ Die Schweizer Public Health Konferenz 2009, die Ende August an der Universität Zürich stattfand, befasste sich damit, wie dieser umfassende Ansatz erfolgreich umgesetzt werden kann. Über 450 Fachleute nahmen teil und hörten unter anderem einen Vortrag von Prof. Don Nutbeam von der Universität Southampton in England. Der bekannte Autor von Public Health-Fachbüchern und -artikeln erläuterte darin, dass Gesundheitskompetenz neben der Bewältigung komplexer Informationen auch die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensstils umfasse. Bei der Veranstaltung wurden auch die Ergebnisse des Berichts „Ausgabenprojektionen für das Gesundheitswesen bis 2050“ der eidgenössischen Finanzverwaltung diskutiert. Laut diesem kann in den kommenden 40 Jahren mit dem Szenario „gesundes Altern“ die Kostensteigerung im Gesundheitswesen massiv gebremst werden.
- Artikelaktionen
- 03.10.2009 | © FGÖ