Benutzerspezifische Werkzeuge
Startseite / Projektförderung / Modellprojekte / Motivanalyse in KMU

Motivanalyse in KMU

Österreichs Wirtschaft ist durch einen sehr hohen Anteil an Klein- und Mittelunternehmen (KMU) gekennzeichnet. So sind 99,5 % aller Unternehmen KMUs und diese beschäftigen rund 65 % aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Während es in großen Unternehmungen in Österreich in den letzten Jahre vermehrt gelungen ist, diese für betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zu sensibilisieren und entsprechende Projekte zu initiieren, stößt dies bei KMU auf organisatorische und finanzielle Hindernisse. Gerade deshalb ist die Gesundheitsförderung in KMUs eines von sechs Handlungsfeldern des Fonds Gesundes Österreich, dem besonderes Augenmerk gewidmet wird.

Gleichzeitig gibt es nur sehr wenige wissenschaftliche Untersuchungen jener Kriterien, die ausschlaggebend für die erfolgreiche Etablierung von BGF in KMUs sind. Der Fonds Gesundes Österreich hat deshalb die Initiative ergriffen und die vorliegende Grundlagenarbeit bei der Frey Akademie in Auftrag gegeben, um folgende drei Forschungsfragen zu klären:

  • Welche Motive bewegen Unternehmer/innen dazu, sich für Gesundheitsförderung in ihren Unternehmen zu engagieren bzw. warum tun diese wenig oder nichts?
  • Welche Argumente bestimmen das Handeln bzw. Nicht-Handeln von Unternehmern und können dazu verwendet werden, diese von der Sinnhaftigkeit gesundheitsfördernder Maßnahmen zu überzeugen?
  • Welche Strategien und Programme sind dazu geeignet, Gesundheitsförderung zunehmend in der betrieblichen Praxis von KMUs zu integrieren?

Die vorliegende Studie beantwortet diese Fragen und wird für den Fonds Gesundes Österreich als Fördergeber praxisnaher Projekte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung und erfolgreiche Einführung von gesundheitsfördernden Maßnahmen in KMUs bilden.

Die wichtigsten Ergebnisse

Die Auswertung von knapp 700 Fragebogen ergab, dass am ehesten jene Betriebsverantwortlichen BGF-Initiativen umsetzen, denen Gesundheit ein persönliches Anliegen ist. Fast gleichauf liegt die Überzeugung, dass sich solche Maßnahmen rentieren und die Ausfallkosten gesenkt werden können. Es folgt die Überzeugung, dass man Verantwortung für die Mitarbeiter/innen trage. Jene, die bislang keine BGF-Maßnahmen durchgeführt haben, begründen das damit, dass Mitarbeiter/innen selbst für ihre Gesundheit verantwortlich seien und man als Führungskraft zu wenig Einfluss auf das Gesundheitsverhalten der Mitarbeiter/innen habe.

Da Motive nicht automatisch zu einer Umsetzung führen, wurde auch untersucht, was bei der Entwicklung konkreter Pläne hilft. Da viele keine klare Vorstellung haben, was man tun könne und welche Wirkungen damit erreicht werden können, wünschen sich Betriebsverantwortliche Artikel in Fachzeitschriften und persönliche Beratung. Bei der tatsächlichen Umsetzung entscheiden die Betriebsverantwortlichen gerne selbst, was gemacht wird; Unterstützung durch die Sozialversicherungsträger oder Kammern/Verbände ist dabei eine willkommene Hilfe.

Die wichtigsten Hürden auf dem Weg zur Umsetzung von BGF-Initiativen sind die hohe Arbeitsbelastung der handelnden Personen, das mangelnde Wissen, was man tun könnte und, dass im Budget keine Mittel für BGF eingeplant sind. Diese Hemmnisse können durch eine profunde Beratung des Österreichischen Netzwerks Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) und finanzielle Unterstützung des Fonds Gesundes Österreich ausgeräumt werden.

Download des Endberichts

 
 
Schriftgröße
Newsletter
 
Gesunde Infos
Gratis FGÖ-Broschüren bestellen

Weitere Infos zum Thema Gesundheit unter www.gesundheit.gv.at

Initiative "Auf gesunde Nachbarschaft!"

Gute Nachbarschaft trägt viel zu Lebensqualität und Wohlbefinden bei.

weiterlesen

aufgesundenachbarschaft.png

 

Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

Diese Website erfüllt die folgenden Standards: