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Gesundheitsförderung wirkt geben Burnout

„Burnout“: Wörtlich übersetzt heißt das „Ausbrennen“

Eine aktuelle Studie zeigt, dass in Großbetrieben mit Schichtarbeit rund ein Viertel der Befragten bereits Burnout-Symptome aufweist. Sie belegt auch, dass Betriebliche Gesundheitsförderung die beste Medizin gegen Burnout ist. „Burnout“: Wörtlich übersetzt heißt das „Ausbrennen“. Fachleute verstehen darunter sowohl den Prozess zunehmender als auch den Zustand völliger Erschöpfung. Im Arbeitsleben  sind immer mehr Menschen davon betroffen. Auch wenn helfende Berufe besonders gefährdet sein mögen: Das Burnout-Syndrom kann in allen Branchen auftreten. Bei Hilfskräften ebenso wie bei Führungsverantwortlichen. 

Es kann damit beginnen, dass pausenlos gearbeitet wird. Die eigenen Bedürfnisse nach Ruhe und sozialen Kontakten werden zunehmend vernachlässigt, Konflikte oder Misserfolge verdrängt. Es gibt jedoch keinen typischen Verlauf. „Ein Risiko für Burnout entsteht nicht  nur auf individueller Ebene, sondern aus einer Kombination von Belastungen auf betrieblicher, persönlicher, privat-familiärer oder sozialer Ebene“, erklärt Dr. Theresia Gabriel vom Beratungsunternehmen IBG – Institut für humanökologische Unternehmensführung, das die vom Fonds Gesundes Österreich geförderte Studie durchgeführt hat.

Belastungen auf mehreren Ebenen 

Auf betrieblicher Ebene können solche Risikofaktoren Zeitdruck, Arbeitsüberlastung, zu wenig Pausen oder mangelnde Führungsqualität sein. Auf privat-familiärer Ebene können Belastungen durch Beziehungskrisen oder die Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen bestehen. Auf sozialer Ebene können sich der generelle Druck in der Leistungsgesellschaft oder Angst um den Job in Zeiten wachsender Arbeitslosigkeit negativ auswirken. Auf der persönlichen Ebene kommt es vor allem auch darauf an, wie gut Belastungen verarbeitet werden können. Wenn dafür keine konstruktiven Strategien zur Verfügung stehen, kann die Fähigkeit, sich zu erholen und neue Kraft zu tanken, fortdauernd beeinträchtigt werden.

Die Studie hat sich zwischen 2007 und 2009 damit befasst, in welchem Ausmaß die Beschäftigten von sieben Großbetrieben mit Schichtarbeitsplätzen Burnout-gefährdet sind. Für die Forschungsarbeit wurden 2.420 Fragebögen und 35 vertiefende Interviews ausgewertet. Ein zentrales Ergebnis: insgesamt weisen 23 Prozent oder rund ein Viertel der Befragten bereits Burnout-Symptome auf. Das heißt, sie sind fortdauernd erhöhten Belastungen ausgesetzt, können den Stress nicht mehr ausreichend verarbeiten und sich nur mangelhaft erholen. Gabriel: „Bemerkenswert war auch, dass Führungskräfte ein niedrigeres Risiko für Burnout haben als andere Mitarbeiter/innen.“ Eine mögliche Erklärung: Managerinnen und Manager haben mehr Handlungsspielraum. Bei der Erhebung haben sie auch mehr Ressourcen und viel weniger erschwerende Aspekte für Erholung angegeben.

BGF wirkt gegen Burnout 

Die neue Studie belegt den positiven Effekt von Betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) mit Fokus auf die psychische Gesundheit. In Unternehmen, in denen immer wieder Führungskräfte-Schulungen, Seminare, Gesundheits- oder Stresszirkel durchgeführt werden, berichten nur rund zehn Prozent der Beschäftigten von Burnout-Symptomen. Zum Vergleich: Dort, wo es keine BGF gibt, sagen das rund 40 Prozent, in Unternehmen, wo vereinzelt BGF betrieben wird, mehr als 20 Prozent. Da Burnout gravierende Gesundheitsfolgen haben kann, wurde auf Basis der Forschungsarbeit ein Leitfaden zur Prävention erstellt. Die Broschüre mit Tipps gegen das „Ausbrennen“ bei der Arbeit kann im kommenden Frühjahr beim Fonds Gesundes Österreich kostenlos bestellt werden.

Checkliste: Wie bemerke ich erste Burnout-Warnzeichen?

  •  Ich finde es oft schwierig abzuschalten.
  • Ich ziehe mich vermehrt zurück.
  • Ich nehme oft Arbeitsprobleme mit in meine Freizeit.
  • Ich empfinde oft starken Widerwillen gegen meine Arbeit.
  • Ich habe den Spaß an den meisten Dingen verloren.
  • Ich leide unter Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit.
  • Ich erreiche mit immer mehr Energie immer weniger.
  • Ich brauche sehr viel Zeit um mich zu erholen.
  • Ich fühle mich ausgelaugt und kraftlos.
  • Ich fühle mich seit mehr als 6 Monaten erschöpft.

 

Information und Kontakt:

IBG Institut für humanökologische Unternehmensführung GmbH
Projektleiterin: Dr. Theresia Gabriel
Tel. 01/524 37 51-0 oder 0669/104 260 84
t.gabriel@ibg.co.at

Zuständiger Gesundheitsreferent
beim FGÖ:
Dr. Klaus Ropin
Tel. 01/895 04 00-14
klaus.ropin@fgoe.org

 
 
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