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Gesundheitskompetenz in der Basisausbildung

„Mitmachen, ausprobieren und tun“ ist das Motto der verschiedenen Gesundheitsworkshops im Rahmen des Projektes.

Zahlreiche Studien beweisen: Bildungsferne Menschen leben ungesünder und sind häufiger krank. gleichzeitig aber über herkömmliche Angebote zur Gesundheitsförderung kaum zu erreichen. Deshalb hat die Non-Profit-Organisation ISOP (Innovative Sozialprojekte) GmbH mit Sitz in Graz, deren Schwerpunkte in der Basisbildung und in Deutschkursen für Migrantinnen und Migranten liegen, neue Wege für diese Zielgruppe gefunden.

Im Dezember 2009 wurde das vom Fonds Gesundes Österreich geförderte,auf zwei Jahre anberaumte Projekt „Gesundheitskompetenz in der Basisbildung“ gestartet. Zentrales Ziel ist es, Gesundheitspotenziale und -chancen von Personen mit geringem Bildungsstand zu fördern. Dabei gehe es zum einen darum, die persönlichen Gesundheitskompetenzen zu erhöhen, zum anderen auch darum, strukturelle Rahmenbedingungen an verschiedenen steirischen Projektstandorten, die ebenfalls Angebote für diese Zielgruppe zur Verfügung stellen, weiterzuentwickeln.

Mitmachen, ausprobieren und tun

Um Zugang zu dieser speziellen, sonst schwer zu erreichenden Zielgruppe zu bekommen, wird in dem Projekt an den bei ISOP wie auch anderen regionalen Institutionen bereits vorhandenen Basisbildungsangeboten angeknüpft – und diese werden um Aspekte der Gesundheitsförderung bereichert. Dabei werden etwa zielgruppenspezifische Workshops veranstaltet, bei denen ganz bewusst auf die individuellen Bedürfnisse und Interessen der Teilnehmer/innen Rücksicht genommen wird.

Zum Thema Bewegung wurde der Trendtanz Zumba angeboten, bei dem man den Körper lustbetont und ohne die sonst oft vorgegebenen ,Sport-Skills’ bewegen kann. Die Resonanz war sehr positiv. Was die Bereiche Ernährung und seelische Gesundheit betrifft, wird unter anderem gemeinsam gesund gekocht, und es werden gezielte Entspannungsübungen durchgeführt. „Mitmachen, ausprobieren und tun“ ist dabei das Motto, und für einen Teil der Veranstaltungen wurden auch Referentinnen und Referenten aus dem Gesundheitsbereich gewonnen.

Ein nachhaltiges Projekt

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist Weiterbildung für die Basisbildungstrainer/innen selbst. Hier geht es darum, dass ihre Kompetenz im Bereich der Gesundheitsförderung als einem thematischen Fokus der Basisbildungskurse für ihre spezifische Zielgruppe erhöht wird. Daher wurden umfassende Kursmaterialien erarbeitet, die von den Trainer/innen je nach Problemstellung oder Bedürfnislage individuell adaptiert werden.

Nicht nur mit diesen Kursmaterialien ist die Nachhaltigkeit des Projekts gesichert. Radl. Akteur/innen, Multiplikator/innen und Entscheidungsträger/innen auf kommunaler Ebene werden für das Thema sensibilisiert und darüber informiert. So sollen letztlich auch dauerhafte Strukturen für eine Zusammenarbeit entwickelt werden.

 

Dieser Beitra ist dem Artikel "Gesundheitskompetenz in der Basisausbildung" von Gabriele Vasak entnommen und im Magazin Gesundes Österreich 3/2011 erschienen ist. Zum PDF des vollständigen Artikels.

 

 
 
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