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Über das körperliche, geistige und psychische Wohlbefinden eines Menschen entscheidet nicht zuletzt sein Geschlecht. Ressourcen, die zur Wahrung der seelischen Balance beitragen, und Verwundungen, die bisweilen in Krankheitsanfälligkeit münden, weisen häufig eine geschlechtliche Prägung auf.
Die Praxis des „Doing Gender“, worunter die Beiträge des Einzelnen zu verstehen sind, mit denen erdie GeschlechternormenamLeben erhält,spiegelt sich auch in Erkrankungsstatistiken wider. Diesen können wir entnehmen, dass Frauen und Männer teilweise zu anderen Krankheitsbildern tendieren. Das Wissen um geschlechtsspezifische ErkrankungsrisikenermöglichteineGesundheitsförderung, in welcher den weiblichen und männlichen Lebenswirklichkeiten eine systematische Berücksichtigung zuteil wird.
Ziele: Die Teilnehmer/innen schärfen ihre Wahrnehmung hinsichtlich der Bedeutung von Geschlechterrollen und genderspezifischen Lebensumständen für Gesunderhaltung bzw. Krankheitsentstehung und erhalten Informationen über das Zusammenwirken von Geschlecht, sozialem Status und Lebensalter hinsichtlich Wohlbefinden.
Die Teilnehmer/innen erhalten auch Gelegenheit, darüber zu reflektieren, wie sie Standards des Gender-Mainstreaming in ihren eigenen Gesundheitsprojekten zur Anwendung bringen können.
Inhalte:
- Wie kommen wir zu einem geschlechtssensiblen Zugang in der Gesundheitsförderung?
- Eine Auseinandersetzung mit weiblichen und männlichenLeitbildernsolleinenEinblickgeben in die Bedeutung des Geschlechts bei der Erlangung und Erhaltung von Gesundheit.
- Gesundheitsförderung an der Schnittstelle von Generation und Geschlecht. Geschlechtsbezogene Herausforderungen und belastende Lebensumstände verändern sich im Laufe der Biografie.
Die Auseinandersetzung mit genderspezifischen Erklärungsansätzen zur Suchtentstehung soll einen Einblick geben in die Bedeutung des Geschlechts für die Entwicklung von Substanz-Vorlieben, Konsummuster und Veranlagung für Sucht.
Methoden: Am Beispiel der Angststörung soll veranschaulicht werden, welche Auswirkung das Geschlecht des Patienten auf Diagnostik, Medikamentenverschreibung und Auswahl psychotherapeutischer Verfahren hat.
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