Aktive Mobilität – gesund unterwegs! Gehen, Radeln, Rollern & Co im Alltag

Als ein Bereich körperlicher Aktivität spielt neben dem Sport auch Alltagsbewegung eine wichtige Rolle beim Erreichen von Gesundheitseffekten. Großes Potenzial liegt dabei in der verstärkten Förderung aktiver Mobilitätsformen wie z. B. Radfahren oder Zufußgehen. Damit unterstützt der Fonds Gesundes Österreich in dieser Programmlinie Bemühungen im Sinne von Health in All Policies (HiAP), um weiteren aktuellen Herausforderungen (z. B. den Auswirkungen des Klimawandels) entgegenzuwirken. Darüber hinaus werden dadurch positive direkte Effekte der COVID-19-Pandemie wie z. B. eine veränderte Verkehrsmittelwahl aufgegriffen und in weiterer Folge indirekte Effekte (z. B. Stärkung des Immunsystems durch Erhöhung des Bewegungsumfangs) erzeugt, die zu einem guten Leben während der COVID-19-Pandemie beitragen.

Förderschwerpunkt

Auch für 2022 bleibt Gesundheitsförderung durch Aktive Mobilität thematisch im Zentrum eines Förderschwerpunktes. Vorrangig gefördert werden Projekte zur Gesundheitsförderung durch Bewegung, die den Fokus vor allem auf die kommunale Förderung aktiver Mobilitätsformen richten und der Verstärkung eines gesunden, bewegungsorientierten Lebensstils, insbesondere während der COVID-19-Pandemie, dienen. Es gelten die allgemeinen Förderbedingungen.

FGÖ‐Aktivitäten

Zur strukturierten Vernetzung und zum Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Sektoren (Stakeholdern) zum Thema Aktive Mobilität wird im Jahr 2022 im Rahmen der „Sektorkopplung Mobilität und Gesundheit“ die Zusammenarbeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Mobilität und Verkehr des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) sowie dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport vertieft. Die Arbeitsgruppe „Sektorkopplung Gesundheit und Mobilität“ setzt sich zum Ziel, das volle Potenzial der intersektoralen Zusammenarbeit zur Förderung Aktiver Mobilität und der davon ableitbaren Synergieeffekte in Hinblick auf die Erreichung der nationalen und internationalen Klima-, Gesundheits- und Mobilitätsziele sowie der SDGs sichtbar und nutzbar zu machen. Auf Basis eines 2021 erstellten Motivenpapiers, welches die Zusammenarbeit beteiligter Sektoren beschreibt, sollen 2022 gemeinsame Aktivitäten auf Grundlage der 2021 durchgeführten Umfrage abgeleitet werden und deren Umsetzung vorbereitet werden. Ergebnisse eine Online Befragung unter Stakeholdern können nachgelesen werden im Factsheet "Sektorkopplung Gesundheit und Mobilität“.

Der Austausch von Lernerfahrungen und die Vernetzung von Projekten, die im Rahmen des Projektcalls „Aktive Mobilität – gesund unterwegs“ 2019 gefördert wurden, wird im Rahmen eines Vernetzungstreffens fortgeführt. Lernerfahrungen aus Projekten im Setting Betrieb sollen auch in einem Kurzfilm aufbereitet werden, der Möglichkeiten und Beispiele guter Praxis zur Verknüpfung von Betrieblichem Mobilitätsmanagement und Betrieblicher Gesundheitsförderung veranschaulichen soll. Dies unterstützt die Vorbereitung eines Förderschwerpunkts „BGF und Aktive Mobilität in Kombination mit dem Betrieblichen Mobilitätsmanagement“ 2023 als Beitrag zur Förderung der Gesundheit sowie zum Klimaschutz (siehe PL2). Zum Wissenstransfer werden auf der Website www.aktive-mobilitaet.at weiterhin aktuelle Informationen zu Bewegung, Aktiver Mobilität und Gesundheit zur Verfügung gestellt.

Eine Mitwirkung im Nationalen Organisationskomitee (NOC) der „EU SAFETY 2022“-Konferenz (https://www.eu-safety2022.com), die am 23. und 24. Juni 2022 in Wien in Kooperation mit EuroSafe und der WHO stattfinden wird, ist geplant. Die vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ausgerichtete Konferenz wird führende europäische Akteurinnen/Akteure aus Forschung, Politik und Praxis unter anderem zum Themenschwerpunkt Aktive Mobilität (der Zukunft) zusammenbringen.