Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) – Gesundheitliche Chancengerechtigkeit am Arbeitsplatz

BGF ist ein erfolgreiches Konzept, bei dem das Thema Gesundheit im Unternehmen im Mittelpunkt steht. Es ist ein partizipativer Prozess, in dem alle betrieblichen Akteurinnen und Akteure gemeinsam daran arbeiten, gesundheitsrelevante Arbeitsabläufe und -strukturen im Betrieb zu analysieren und in der Folge gesundheitsförderlich zu gestalten. Die Ergebnisse überzeugen auf drei Ebenen: die Beschäftigten sind gesünder und fühlen sich wohler, die Betriebe profitiern durch motiviertere, leistungsfähigere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und überbetrieblich trägt es zu einem volkswirtschaftlichem Nutzen bei. Die positiven Wirkungen von BGF haben sich herumgesprochen und immer mehr Unternehmen führen ein BGF-Projekt durch. 

 

Förderschwerpunkte

  • Besonders förderwürdig sind Entwicklungsprojekte, die aktuelle Herausforderungen aus den Bereichen Klimawandel und demographische Entwicklung aufgreifen sowie die COVID-19-Pandemie berücksichtigen, wenn diese verhältnisorientierte BGF-Ansätze darstellen und mit ganzheitlicher Herangehensweise bearbeitet werden: 
    • Aktive Mobilität von Beschäftigten unter Berücksichtigung von bewährten Betriebsbeispielen 
    • Betriebliches Übergangsmanagement zur proaktiven, präventiven und gesundheitsförderlichen Gestaltung des Übergangs von der Erwerbs- in die nachberufliche Phase, um Risiken eines kritischen Lebensereignisses bzw. -übergangs zu reduzieren bzw. dafür Bewältigungsressourcen auf- und auszubauen (siehe Programmlinie 4).
    • Veränderungen in der Arbeitswelt, die sich durch die Maßnahmen in der COVID-19-Pandemie beschleunigt haben (Digitalisierung, Flexibilisierung, Entgrenzung der Arbeit, wie z.B. Telearbeit oder Ähnliches).
  • Der FGÖ stellt das Thema „BGF in der Arbeitswelt 4.0“ seit 2018 in den Fokus der Projektförderung. 2021 wird die Nachhaltigkeit von Betrieblicher Gesundheitsförderung zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung in der Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung, Gesundheitskompetenz und faire Gesundheitschancen unterstützt.
  • Bevorzugt gefördert wird der Transfer erfolgreicher Modellprojekte (nach dem Vorbild der bereits erfolgreich umgesetzten Projekte „Gesundheit hat kein Alter“ in Wien, Tirol und der Steiermark) zur Gesundheitsförderung in Pflege- und Betreuungseinrichtungen. Unter Berücksichtigung der Grundprinzipien der Gesundheitsförderung sowie der Erfahrungen aus erfolgreichen Modellprojekte können dabei auch neue Schwerpunkte gesetzt werden. ​​​​​​
    • Bitte beachten Sie die Details zum Förderschwerpunkt Gesundheitsförderung in Pflege- und Betreuungseinrichtungen
    • Aktueller Hinweis: Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) stellt zur Unterstützung dieser Schwerpunktsetzung im Jahr 2021 Mittel für die Kofinanzierung von 5 Projekten mit jeweils maximal € 20.000,- pro Projekt dieses Förderschwerpunkts zur Verfügung.
    • Zur inhaltlichen Unterstützung können Vertreter/innen von interessierten Einrichtungen bzw. Organisationen folgende Angebote in der Planungsphase kostenlos in Anspruch nehmen:
      • ​​​​​Web-Seminare zu relevanten Themen und Prämissen des Förderschwerpunktes (à 45 Minuten), die vom FGÖ begleitend angeboten werden. Grundlage für die Online-Seminare ist der Wissensband 19: Gesundheitsförderung in Pflege- und Betreuungseinrichtungen - Ein Wegweiser für die Praxis, der zur Unterstützung für Antragsteller/innen im Rahmen des Förderschwerpunktes vom FGÖ herausgegeben wurde. Strukturiert entlang von Grundprinzipien der Gesundheitsförderung werden der jeweils aktuelle Diskussions- und Forschungsstand dargelegt sowie Anregungen für Schwerpunkte in Zielsetzung oder Inhalt aufgegriffen. Termine und Anmeldung sind unter folgendem Link einsehbar bzw. möglich: https://survey.goeg.at/index.php/453829?lang=de

      • (Transfer-)Beratungen zur Konzipierung und Planung des Projekts, durchgeführt von erfahrenen Projektumsetzer/innen, dienen vor allem der Beratung von interessierten Antragsteller/innen. Bitte um Kontaktaufnahme mit dem Team des FGÖ.

  • Insbesondere die Themen gesundheitliche Chancengerechtigkeit, Gender und psychosoziale Gesundheit bilden bei der Projektförderung und den geplanten Aktivitäten den Schwerpunkt. Daher werden ausschließlich Projekte mit ganzheitlichem Ansatz gefördert, die diese thematischen Schwerpunkte aufgreifen. Antragssteller/innen werden durch die laufende Aktualisierung der spezifischen Förderbedingungen in der BGF und durch den Praxisleitfaden "Faire Gesundheitschancen im Betrieb" dabei unterstützt.
  • Der FGÖ möchte dazu beitragen, dass sich BGF in Zukunft stärker bei gesundheitlich benachteiligten Ziel-/Berufsgruppen, Branchen und verstärkt in Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben etabliert. Innovative Ansätze und qualitätsgesicherte Maßnahmen im Rahmen von BGF-Pilotprojekten stehen im Vordergrund der Projektförderung.

 

Weitere Informationen über die Programmlinie

 

Ansprechpersonen

Inhaltliche Fragen

Portaitfoto Gert LangDr. Gert Lang

Gesundheitsreferent
Betriebliche Gesundheitsförderung

+43 1 895 04 00-714
gert.lang@goeg.at

 

 

 

Portraitfoto Ina Rossmann-FreislingIna Rossmann-Freisling, BA, MA

Projektassistentin
Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF Know-how


+43 1 895 04 00-722
ina.rossmann-freisling@goeg.at

 

 

 

Kaufmännische Fragen

Portraitfoto Bettina GranditsBettina Grandits, MBA

Fördermanagerin
 

+43 1 895 04 00-727
bettina.grandits@goeg.at